Hochbeet befüllen
Ein Hochbeet muss richtig angelegt sein, damit man erstens lange Freude an ihm hat und zweitens auch richtig bepflanzen kann. Einige Dinge müssen beachtet werden, damit die Kultur im Boden des Hochbeetes stimmt. Ein Hochbeet kann aus bis zu sechs unterschiedlichen Schichten bestehen, die in einer bestimmten Reihenfolge aufgeschichtet werden müssen. Ehe man aber beginnt, das Hochbeet zu befüllen, sollte man es mit engmaschigem Maschendraht auslegen, auch an den Seitenwänden. Dies hat den Sinn, dass das Maschendraht Eindringlinge, wie Wühlmäuse oder Maulwürfe, davon abhalten soll, die Pflanzen zu fressen oder zu beschädigen. Die Konstruktion des Rahmens kann mit Teichfolie aus dem Baumarkt verkleidet werden, um ein Austrocknen der Erde bei hoher Sonneneinstrahlung zu verhindern.
Das Hochbeet wird mit verschiedenen organischen Materialien befüllt.
Als unterste Schicht wird Laub verwendet, dessen Schicht nicht dicker als fünf Zentimeter sein sollte. Als Nächstes wird eine Schicht zerkleinertes Holz aufgeschüttet, was man getrost vom letzten Baumschnitt nehmen kann. Diese Schicht ist etwa 20 Zentimeter dick. Als dritte Schicht wird wieder Laub eingefüllt, dessen Schicht mit 20 Zentimetern vollkommen ausreichend ist. Die vierte Schicht besteht aus Rasenboden und Stroh. Diese Schicht, die aufgeschüttet wird, sollte nicht mehr als zehn Zentimeter betragen. Halbverrotteter Kompost macht die fünfte Schicht aus, die etwa 15 Zentimeter dick aufgeschüttet wird. Als Deckschicht werden natürlich Erde und Kompost verwendet, auch Muttererde, kann genommen werden. Diese Schicht ist noch einmal etwa 15 Zentimeter dick.
All diese Schichten erlauben eine Bauhöhe des Hochbeetes von rund 80 Zentimetern,
an der man mühelos auch im Sitzen arbeiten kann. Die gesamten Schichten werden dazu benötigt, dass ein Zersetzungsprozess stattfinden kann, der Nährstoffe bietet und eine Erhöhung der Kerntemperatur zur Folge hat. Das Beet sackt mit der Zeit natürlich durch die Verrottung zusammen und muss nach und nach wieder aufgefüllt werden oder ganz neu gebaut werden, wenn das Holz nicht mehr tragfähig ist. Das ist etwa nach fünf bis sechs Jahren der Fall. An einem Hochbeet kann man also sehr lange seine Freude haben, wenn man es richtig pflegt.
Ein Hochbeet wird extremen Bedingungen ausgesetzt,
schon allein der Druck der gesamten Schichten im Hochbeet drücken enorm auf die Außenwände, die man deswegen extra verstärken sollte. In einer Höhe von 40 Zentimetern ist die Verstärkung am sinnvollsten. Am besten gestaltet man sich ein Hochbeet im Herbst, da das angefallene Laub aus Garten und Hof gleich als Schicht verwendet werden kann. Auch das Holz, welches vom Baumschnitt stammt, kann verwendet werden.
Wer all diese Sachen und Arbeitsschritte beachtet, kann sehr lange Freude an seinem Hochbeet haben und jedes Jahr aufs Neue eine gute Ernte seiner angebauten Pflanzen haben.